10.12.20 - HAMMERSCHLAG

Heute ist es soweit. Heute ist der Tag, an dem wir nun offiziell von unserem KultA sprechen. 

Das hat jetzt Monate gedauert. Ein erster Glückstag war für APA schon am 01.12.20, als wir den Schlüssel für unser neues Vereinslokal ausgehändigt bekamen. 

 

2020 ist nicht von vielen Glückstagen geprägt. 

Als wir Ende 2019 beschlossen, aktiv ein eigenes Lokal zu suchen, dachten wir nicht, das dass Jahr 2020 so endet. 

 

Voll motiviert haben sich Michi, Pädu, Chregu und Marielle auf die Suche nach geeigneten Räumlichkeiten gemacht. Leider gab es immer wieder einen Hacken. Bis wir eines Abends im Coq d'Or, beim Feierabendbier im guten alten Raucherraum, wieder über unsere Wünsche und Ansprüche an das Lokal diskutierten.

Da wir im Handyzeitalter leben, ging es nicht lange und Google war für uns auf der Suche nach freien Gewerberäumen.  

Und Zack, unscheinbar aber da, die Römerstrasse 7 in Olten tritt in unser Leben.

 

Verwaltung angerufen, Besichtigungstermin vereinbart, erster Businessplan Entwurf, erste Träume. Corona. Lockdown. Stillstand. 

 

Okey. Wir wissen, das Lokal ist frei und die Verwaltung hat Interesse, uns das Objekt der Begierde zu zeigen. Während dem Lockdown nutzen wir die Zeit; um eine IG zu gründen, Statuten anzupassen, Moodboard zu erstellen (den guten Mood brauchten wir) und einen Businessplan inkl. Budgetaufstellung fertig zu erstellen. 

In dieser Zeit haben wir uns oft den Kopf zerbrochen, sollen wir, sollen wir nicht. Sollen wir's gerade jetzt wagen, in diesen ungewissen Zeiten ein neues Kulturlokal zu eröffnen. Ist unsere Idee überhaupt realistisch oder doch zu naiv. Können wir dem ganzen überhaupt gerecht werden. Den praktisch alle Mitglieder arbeiten nebenbei noch 100% und das Kulturlokal kann nur durch viele ehrenamtliche Stunden gehalten werden. Viele Fragen, viele Szenarios, viele Gespräche.

Schlussendlich musste aber jeder für sich die Frage mit JA beantworten. JA es ist realistisch, JA wir wollen unsere freie Zeit dafür hergeben, JA wir wollen in diesen Ort investieren, JA wir wollen es!

Es gab kritische Diskussionen, was gut so ist. Aber das Ergebnis war zu überzeugend und der Support von aussen war so stark und Vertrauenserweckend. Nach 16 Jahren ergibt sich für APA die Chance, diese müssen wir jetzt packen. Und das taten wir. Denn wer die Geschichte von APA kennt, weiss das dieser Verein wegen einer solchen Grundidee überhaupt existiert. 

An dieser Stelle möchten wir einfach mal DANKE an alle unsere Unterstützer sagen. An die Menschen die APA über 16 Jahre ob lang oder kurz begleitet haben, oder immer noch begleiten. An die Menschen, die egal wann, ihre Unterstützung, ihre Freizeit, ihre Energie in APA gesteckt haben. DANKE, DANKE, DANKE! @-->----

Der Frühling brach an, der BR gab die ersten Lockerungen bekannt. Und wir, voll motiviert, trafen die Verwaltung der Römerstrasse 7.

Jetzt wurde es ernst. An der APA GV wurde die IG APA KultA angenommen, neue Mitglieder mit den gleichen Visionen stiessen zu der Gruppe, die ersten Finanzierungen wurden geklärt.

Wir waren absolut überzeugt! Überzeugt, dass wir es realistisch schaffen, gemäss unserem aufgestellten Zeitplan, im Oktober mit der Band COR eines der ersten Konzerten im KultA zu veranstalten. 

Es wäre sportlich gewesen, aber jeder war gewillt, die Freizeit dafür zu investieren und den Sommer für die Umbauten zu nutzen. Denn wir sind doch paar Jahre älter geworden, kommen aus den verschiedensten Berufszweigen und haben Kontakte und Erfahrungen um diesen Plan bewusst einzuschätzen. Die Motivation war definitiv da.

 

Nach Wochen der Verhandlungen, Projekteingabe, das OK des Liegenschaftsbesitzers, kam dann ein Wechsel der Verwaltung. Stille herrschte.

Denn was wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht hatten, war ein unterschriebener Vertrag. Theoretisch war alles da und kurz davor. Aber äbe. 

Und plötzlich ging es schnell, richtig schnell. 

 

Und jetzt sind wir da, wo wir sind. 

Bildunterschrift von links: Janosch Duss, Lea und Benjamin Hartmann, Malia und Patrick Allemann, Michael Suter, Marielle Studer und Christoph Birrer.

Es fehlen: Fele Hartmann, Stef von Burg, Maxim Koval, Christian Dantas, Gina Küpfer und Janik Scheu